Ontario – Manitoba – Saskatchewan – jede Menge Natur, Wildlife und unvergessliche Begegnungen.
Los ging es mit einem eher alltäglichen Abenteuer: Wäsche waschen. Nachdem auf dem Campingplatz sämtliche Waschmaschinen ausser Betrieb waren, erledigten wir den Haushalt schliesslich spontan unterwegs in einem Laundromat – inklusive Telefonaten nach Hause und einem zufälligen BBQ-Fund direkt nebenan. Danach erreichten wir den Wasaga Beach am Lake Huron, dem längsten Süsswasserstrand der Welt, bevor wir uns für die Nacht an einem ATV-Trail niederliessen und dort wieder auf unsere Reise-Gspänli trafen.
Im Algonquin Provincial Park gönnten wir uns bewusst eine Pause vom vielen Fahren. Statt direkt loszuwandern, genossen wir erst einmal unseren traumhaften Stellplatz am Mew Lake, bauten die Campingstühle auf und liessen die Seele baumeln. Am nächsten Tag erkundeten wir den Park auf mehreren Trails: Der Booth’s Rock Trail bot fantastische Ausblicke über den Rock Lake und auf dem Spruce Bog Boardwalk ging es durch wunderschöne Moorlandschaften und Pinienwälder. Zwar blieb die erhoffte Elch-Sichtung zunächst aus, dafür tauchte abends direkt vor unserem Campspot ein Biber auf.
Auch am folgenden Morgen zog es uns nochmals auf einen kleinen Trail, bevor wir den Park verliessen und eine längere Strecke in Angriff nahmen. Am Abend wurden wir nach der langen Fahrt mit einem idyllischen Schlafplatz am Rock Lake belohnt.
Weiter ging es Richtung Sault Ste. Marie und entlang des Lake Superior. Unser Schlafplatz – direkt am See. Lake Superior ist so gross, die Schweiz passt flächenmässig 2x rein.
Auf der Weiterfahrt am folgenden Tag hat uns die Landschaf rund um den grössten der Great Lakes komplett begeistert: zerklüftete Küsten, glasklare Seen, endlose Wälder und spektakuläre Aussichtspunkte reihten sich aneinander. Beeindruckend waren auch die Agawa Rock Pictographs im Lake Superior Provincial Park – jahrhundertealte Felszeichnungen der Ojibwe. In der Old Woman Bay leuchtete das Wasser beinahe karibisch türkis, trotz Temperaturen von gerade einmal neun Grad. Einen Schlafplatz haben wir etwas abseits der Strasse an einem idyllischen kleinen See gefunden, den ein fleissiger Biber für uns aufgestaut hat.
Am nächsten Morgen waren es nur noch 20 Minuten bis zum Pukaskwa National Park und hier erlebten wir unsere bisher schönste Wanderung der Reise. Nach jeder Kurve grandiose Ausblicke, der Weg über Stege, Felsen, Wurzeln, an der Küste, durch den Wald, am Sandstrand mit unglaublich viel Schwemmholz. So unfassbar schön und abwechslungsreich, das wird uns bleiben.
Dank Daniela und Marcel entdeckten wir unterwegs endlich auch unseren ersten Elch – zwar etwas versteckt, aber die Freude war riesig.
Nach langen Fahrtagen erreichten wir Thunder Bay und später Kenora. Unterwegs begegneten uns weitere Elche und zahlreiche Weisswedelhirsche, die sich in Kenora direkt am grünen Gras der Vorgärten gütlich taten. Sowas versüsst einen langen Fahrtag.
Das war auch schon unser letzter Tag in Ontario, diese Provinz hat uns mit seiner unglaublichen Natur und den herzlichen Menschen vollkommen überrascht und begeistert.
Nächste Provinz: Manitoba. Hier erreichten wir einen Meilenstein – die Mitte Kanadas. In diesen überdimensionierten roten Stühlen Platz zu nehmen, konnten wir uns nicht entgehen lassen.
Im Riding Mountain National Park hofften wir erneut auf Wildlife – zunächst erfolglos. Doch am Abend wartete eines der eindrücklichsten Erlebnisse der bisherigen Reise auf uns: Direkt beim Campingplatz entdeckten wir eine Bärenmama mit ihren drei Jungen. Aus sicherer Distanz konnten wir die kleine Familie lange beobachten, bevor sie wieder im Wald verschwand.
Auch am nächsten Tag hatten wir unglaubliches Glück. Die vier Bären tauchten erneut auf und lieferten hoch oben in den Bäumen eine regelrechte Klettershow, die wir bestimmt eine Stunde lang bestaunten. Neben mehreren kleineren Wanderungen durch Birken- und Borealwälder blieb dieses Erlebnis definitiv das Highlight des Nationalparks.
Schliesslich führte uns die Reise weiter nach Saskatchewan. Nach stundenlanger Fahrt durch endlose Prärien erreichten wir Moose Jaw mit seinen berühmten Murals und „Mac the Moose“, der riesigen Elchstatue der Stadt. Den Tag liessen wir schliesslich an einem einfachen, aber wunderschönen Übernachtungsplatz mitten in der Prärie ausklingen – inklusive Windschutz aus Vogelbüschen und einem Plumsklo mit eigener Facebook-Seite.
Diverse Bilder:











































2 Kommentare zu „05 – Ontario – Manitoba – Saskatchewan“
Liebe Nina
Toll, eure Reiseerlebnisse mitverfolgen zu dürfen.
Bei uns wird nach den Eisheiligen, nun der Frühsommer eintreffen.
Ich grüsse dich und deinen Mann ganz herzlich, Evelyn
Auf den Frühsommer warten wir noch, wir wären schon froh, wenn der Frühling langsam käme! Heute war seit langem tatsächlich der erste Tag, wo wir auch mal bis 19 Grad hatten. Aber auch bei kühlen Temperaturen ist es einfach grandios!