Québec – Ontario
In Matane sind wir am nächsten Morgen bei Schnee aufgewacht und haben pünktlich um 8 Uhr die Fähre über den St. Lorenz Strom genommen. Zwei Stunden, um einen Fluss zu überqueren, verrückt.
Aber kaum auf der anderen Seite angekommen, der Schock: Die Motorlampe leuchtet und Röhni fährt nur noch mit halber Kraft! Diagnose: Der EGR-Sensor muss ausgewechselt werden. Die Verständigung auf „Québec-Französisch“ mit dem Mercedes Support, der Werkstatt und der Abschleppfirma war ein Abenteuer für sich, aber schlussendlich wurde Röhni auf einen Abschlepp-Truck verladen und wir beide durften mitfahren – Trucker-Feeling inklusive!
Natürlich passiert sowas am Freitagabend, also hiess es Campen auf dem Werkstatt-Parkplatz, bis diese am Montag früh öffnete. Obwohl ihr Terminkalender wegen der Reifenwechselsaison voll war, haben sie es geschafft, uns dazwischenzuschieben – und das Ersatzteil hatten sie auch gleich da! Rhöni ist repariert, die Wassertanks sind voll und unsere Nerven haben sich auch wieder beruhigt. Ende gut, alles gut!
Wieder unterwegs, zeigte sich Kanada von seiner Schokoladenseite. Die Route 381 bot uns eine Traumkulisse aus reissenden Flüssen und zugefrorenen Seen.
Im Parc National du Grand Jardin (die Québeqouis nennen ihre Provincial Parks auch National Parks) haben wir uns durch den Tiefschnee auf einen Gipfel gekämpft – die sagenhafte Aussicht war jede Anstrengung wert!
Québec City haben wir kurz erkundet. Viel eindrücklicher als die Stadt waren für uns aber die Chutes Montmorency vor den Toren Québecs. Sie sind höher als die Niagarafälle (!) und haben uns sehr beeindruckt.
Weiter ging es in den Parc National de la Mauricie (diesmal wirklich ein Nationalpark). Die Wanderung zum Lac Solitäre war unser bisheriges Wander-Highlight. 5 von 5 Sternen, keine Menschenseele und Natur pur. So haben wir uns das vorgestellt!
Danach hieß es: Kilometer machen. Montréal haben wir links liegen gelassen und sind direkt weiter zum Thousand Islands National Park. Bei strahlendem Sonnenschein schipperten wir an unzähligen Inseln vorbei. Besonders kurios: Die kleinste Grenzbrücke der Welt, die ein Haus in Kanada mit seinem Garten in den USA verbindet. Sachen gibt’s!
Noch ein weiteres Mal hiess es Kilometer abrattern. Wir haben uns entschieden, auch nicht nach Toronto rein zu fahren sondern sind direkt weiter bis zu den Niagarafällen. Nachts mit der bunten Beleuchtung für unseren Geschmack etwas zu sehr «Disneyland“, aber bei Tageslicht ist dieses Naturspektakel atemberaubend. Die Horseshoe Falls sind ca. 57 Meter hoch und jede Sekunde fliessen über 3 Tonnen Wasser über die Fälle – die pure Kraft dieser Wassermassen ist eindrücklich und wunderschön.
Jetzt lassen wir den Tag am Ufer des Erie-Sees im Turkey Point Provincial Park ausklingen. Es ist zwar wieder frisch geworden, aber dafür brennt das Lagerfeuer umso heller.
Nächster Halt: Wer weiß das schon so genau? Aber Hauptsache, die Motorlampe bleibt aus!
Noch ein paar Bilder:





























4 Kommentare zu „04 – Québec – Ontario – Niagara“
Ihr Lieben 😊 traumhafte Bilder 🥰🥰🥰🥰 wirklich sehr schön 👍👍👍 sagt mal, habt ihr die roten Stühle mitgenommen oder stehen die wirklich überall am perfekten Ort? 🤣🤣🤣🤣 geniesst die zeit 🙋♀️
Hoi Yvonne
Die Stühle sind ein Markenzeichen der National Parks Kanada. Die stehen immer an den schönsten Orten und wir setzten uns immer rein.
Sooooo schön !!! Wow 🤩
Happy Trip- weiter so 👏🏼
Ganz liebe Grüsse Zocco und Vreni 😘😘😘
Danke vielmals!!!